Getestet auf PC.
Veröffentlicht am 25.09.2026
von
Makes87
Early Access Review – Kandidat zum besten Shooter 2026
Mit WARDOGS versucht Entwickler BULKHEAD unter dem Publisher Team17 nun ein neues Multiplayer-Shooter-Genre zu erschaffen. Das Spiel ist eine Neuinterpretation des beliebten „King of the Hill“-Spielprinzips aus Arma 3, kombiniert mit den zugänglicheren Gefechten und Basenbau-Mechaniken moderner Taktik-Titel wie Squad. 100 Spieler werden in drei Fraktionen auf eine riesige Karte geworfen und versuchen dabei, die Kontrolle über eine Zone zu bekommen. Zusätzlich spielt Meta-Progress eine sehr wichtige Rolle, denn in WARDOGS bekommt ihr für jede Aktion Geld, aber auch jede Ausrüstung kostet Geld. Warum das Konzept fast voll aufgeht, erfahrt ihr in diesem Review.
100 Spieler, eine Karte, mehrere Fronten, mehrere Aufgaben!
Das Herzstück von WARDOGS ist der King-of-the-Hill-Multiplayer-Modus, der mit drei Fraktionen à 33 Spielern auf einer Karte stattfindet. Gepaart wird dieses Eroberungsprinzip mit einer Metagame-Wirtschaft: Jeder Soldat bezahlt Waffen, Rüstung und Fahrzeuge mit verdientem Ingame-Geld, das durch Teamplay, Sanitätsdienste, Helikopter-Transporte oder Kills erspielt wird. Hinzu kommt der strategische Basenbau, um eigene Türme zu schützen. Denn das Ziel jeder Partie ist es, als erstes Team 100 Punkte zu erreichen. Einen Punkt gibt es, sobald euer Team die Mehrheit an lebenden Soldaten im markierten Zonenkreis hält. Doch zusätzlich gibt es noch eine Hotzone, die sich über die Karte bewegt und mehr Punkte bringt. Über die Karte verteilte Bohrtürme fungieren als Zonen-Magnete. Transportiert ein Squad Treibstoff- und Versorgungskisten dorthin und aktiviert den Bohrkopf, zieht diese Anlage die Hotzone zum eigenen Turm.
Dadurch entsteht ein permanenter Strategiewechsel: Verteidiger können das Zentrum absichern, während Angreifer versuchen, den Zonen-Magneten abseits der Hauptfront zu aktivieren, um das gesamte Kampfgeschehen zu ihren Gunsten zu verlagern. In Kombination mit zerstörbaren Gebäudestrukturen und dem Bau eigener vorgeschobener Operationsbasen (FOBs) verhindert diese Dynamik festgefahrenes Camping und sorgt für unvorhersehbare Rundenverläufe.
Gameplay & Steuerung von WARDOGS
Auf dem Schlachtfeld steuert sich WARDOGS angenehm direkt, ohne die Trägheit klassischer Simulationen zu übernehmen, ist aber auch nicht zu schnell wie in klassischen Run-and-Gun-Shootern. Die Tastenbelegung für Bewegung, Basenbau und Fahrzeugführung ist genretypisch, verlangt aber präzises Gunplay: Wer aus vollem Lauf feuert, trifft wenig.
Der typische Spielablauf ist wie folgt: Ausrüstungsphase im Hauptquartier, Verlegung per Helikopter oder Truppentransporter an die Frontlinie sowie Kämpfe um die aktive Kontrollzone und die Türme.
Abseits der einzelnen Matches greift die Meta-Progression: Mit erfolgreichen Aktionen steigt nicht nur euer Kontostand, sondern auch euer Rang. Dadurch schaltet ihr schrittweise Zugriff auf fortschrittlichere Waffen, Spezialaufsätze sowie Kampfpanzer frei. Geplante saisonale Resets sollen hierbei für frischen Wind sorgen, erfordern von euch jedoch regelmäßigen Einsatz und Grind.
Grafik, Performance & Sound von WARDOGS
Optisch setzt WARDOGS auf eine osteuropäische Industriekulisse, die mit stimmungsvoller Beleuchtung, dichter Vegetationsdarstellung und Partikeleffekten bei Einstürzen überzeugt. Ich konnte bei mir im Early Access bis jetzt keine Framerate-Einbrüche oder Abstürze feststellen.
Akustisch spielt WARDOGS hingegen schon jetzt in der Spitzenliga: Das wuchtige Treffer- und Explosionsfeedback, guter Raumklang und ein integrierter Proximity-Voice-Chat lassen jede Frontlinie immersiv wirken.
Test-Fazit zu WARDOGS
Bereits in den Beta-Phasen hatte ich mehrere Stunden sehr viel Spaß in WARDOGS, mein positiver Eindruck hat sich im Early Access nur verfestigt. Jedes Match kann anders sein, oder ich kann auch immer die gleiche Aufgabe erledigen, wenn ich das möchte. Vom Sniper bis zum Fahrer ist alles dabei. Zwar noch im Early Access mit nur zwei Maps, sorgt das Konzept trotzdem fast immer für unterhaltsame Runden und Abwechslung. Auch der Proximity-Chat steuert dazu bei, auch wenn das natürlich von den Mitspielern abhängt. Das Geldsystem sorgt für starke Motivation, hat aber noch Balancing-Schwächen. Nicht jeder Spieler hat Zeit, jede Saison zu grinden, um die besten Sachen freizuschalten, die spielerische Vorteile bringen. Hier muss BULKHEAD aufpassen und im Early Access die richtige Mischung finden.
Abseits davon ist WARDOGS zugänglicher als sperrige Hardcore-Simulationen auf dem Markt, meilenweit entfernt von erfolgreichen Run-and-Gun-Titeln, hat aber trotzdem – wahrscheinlich genau deswegen – für mich das Potenzial zum besten Mehrspieler-Shooter der kommenden Jahre. Schade, dass Konsolenspieler noch länger darauf warten müssen.
Pro
Dynamische, unterschiedliche Matches
Spannendes, erfrischendes Konzept
Proximity-Chat sorgt für besondere Momente
Contra
EARLY ACCESS: Bis jetzt nur 2 Maps, wenig Abwechslung
Frustrierende „Rich-get-richer“-Spirale im Wirtschaftssystem, die Neueinsteigern den Anschluss erschwert
Saison-Wipe und Dauermotivation noch offen
Konsole erst 2028
Unsere Wertung für WARDOGS:
WARDOGS schneidet in unserem Test hervorragend ab und gehört damit zu den besten Spielen seines Genres.
9.0 / 10: Hervorragend
Unsere Kaufempfehlung für WARDOGS:
WARDOGS ist sein Geld wert und für Fans des Genres eine klare Kaufempfehlung.
80% Kaufempfehlung
80%: Sehr empfehlenswert
Getestet wurde WARDOGS auf PC von Makes87.
Das Test Exemplar / der Review Code für WARDOGS wurde uns von PressEngine kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Bereitstellung eines Testexemplars hat keinen Einfluss auf unsere redaktionelle Meinung oder die Wertung. Vielen Dank!