Kriegsgeschichten - 1940
1940 - Nordlichter erfüllen die dunkle, kalte Nacht in Norwegen und lassen uns nichts Gutes erahnen. Nach einem Absprung mit Hilfe eines altmodischen Fallschirms begeben wir uns direkt hinter feindliche Linien. Zusammen mit einem Trupp überrennen wir die ersten feindlichen Stützpunkte, wobei wir auf einer unausweichlichen Brücke durch einen Panzer zu Fall gebracht werden. Nach einer weißen Überblendung wird unser Sichtfeld nach Syrien ins Jahr 1941 gelegt. Dort müsst ihr in einem Panzert sitzend diverse Fahrzeuge und Wachtürme ausschalten. Nach diesem Muster setzt sich der Prolog des Spiels weiter fort und zeigt nach ein paar Zeitsprüngen das eigentliche Hauptmenü, in welchen wir folgende Punkte entdecken. Allen voran sticht der Mehrspielermodus heraus, der von bis zu 64 Mitspielern in Angriff genommen werden kann. 64 Spieler sind schon eine beachtliche Anzahl für einen Online-Modus, die mit zerstörerischen Gebäuden und bombastischen, dichten Sound gemixt werden.
Das Action-Feeling sei euch gewiss!
Durchbruch, Eroberung, Frontlinien, Vorherrschaft und große Operationen sind die verfügbaren Modi, die neben dem klassischen Team-Deathmatch zur Verfügung stehen. Im Modus „Frontlinien“ beispielsweise müsst ihr auf mittelgroßen Karten um eine Frontlinie kämpfen, die sich in beide Richtungen verschieben lässt. Wohingegen es im Modus „Durchbruch“ um Sektoren geht, die es zu brechen oder verteidigen gilt. Wer eher auf extrem große Schlachtfelder steht kann sich im Modus „Grosse Operationen“ austoben. Die Karten sind darin gigantisch! Gleich mehrere Tage werden auf verschiedenen Maps gespielt. Das Resultat eines Tages hat Auswirkungen auf die nächsten Kämpfe. Knappe Schlachten werden durch ein letztes Gefecht am letzten Tag entschieden. Doch was stört uns eigentlich allgemein im Online-Modus? Etwas ernüchternd ist lediglich die Anzahl der Maps, die sich auf 8 Stück begrenzt. Narvik ist immerhin eine coole Winterkarte, die an einem norwegischen Fjord angesiedelt ist.
Wem der Einstieg in den Online-Modus zu stürmisch erscheint, kann sich in den „Kriegsgeschichten“ langsam an die Steuerung gewöhnen und gemütlich die eine oder andere Nachjustierung vornehmen. Empfehlenswert ist, wie in jedem Ego-Shooter, die Empfindlichkeitsstufe von den standardisierten 20 Prozent ordentlich zu erhöhen. Die Kriegsgeschichten sollten laut EA Games eine deutliche Verbesserung zum Vorgänger aufweisen, doch dies ging sich nicht ganz so gut aus. Eine Mission fühlt sich überhaupt wie eine langweilige Online-Schacht an, wobei die KI-Gegner teilweise „sichtbar“ ins Unendliche respawnen. Auch wenn die Story spannende Momente beinhaltet und die Atmosphäre extrem dicht verstrickt rüberkommt, werden wir nicht so richtig warm und können keinen Wiederspielwert im Solo-Part verzeichnen. Ab dem 04. Dezember 2018 ist immerhin eine Erweiterung namens „Der Letzte Tiger“ geplant. Am selben Tag erscheint auch das Übungsgelände. Vielleicht bekommen wir mit den Erweiterungen eine gelungene Draufgabe für den Single-Player Modus. Außerdem wird ab dem 06. Dezember „Tides of War“ freigeschalten. Hinter diesem lässigen Titel verbergen sich sogenannte Seasons (tägliche Herausforderungen), die über Monate hinweg laufen sollen und neue Karten, Spielmodi und Waffen beinhalten. Ähnlich wie bei Rainbow Six: Siege und Fortnite. Um die Draufgabe zu verstärken können wir uns auch auf einen komplett neuen Modus namens „Firestorm“ freuen. Battle-Royal.
Nein, echt jetzt?
Ja, auch Battlefield springt auf den neusten Royal-Zug auf. Spannend klingt das allemal und belebt das Spiel zukünftig mit Sicherheit. Dazu können wir allerdings noch keine genaueren Infos preisgeben, da sich EA Games noch sehr bedeckt hält. Erst 2019 soll es dann endlich soweit sein.